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Defibrilator - Lebensretter vor Ort

Defibrillatoren in Nieder- und Obersalwey – schnelle Hilfe im Notfall

In Nieder- und Obersalwey steht jeweils ein automatisierter externer Defibrillator, kurz AED, für den Einsatz im Notfall zur Verfügung. Die Geräte sind so konzipiert, dass sie auch von Personen ohne medizinische Ausbildung eingesetzt werden können.

Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Entscheidend sind das schnelle Absetzen des Notrufs, der sofortige Beginn der Wiederbelebung und – sofern vorhanden – der frühzeitige Einsatz eines AED. Das Gerät führt den Helfer mit klaren Sprachansagen durch die einzelnen Schritte und analysiert selbstständig den Herzrhythmus.

Standort Obersalwey

Obersalwey 1, 59889 Eslohe
Gebäude: Siewers Fensterbau

GPS-Koordinaten:
51.249760, 8.103167

Standort Niedersalwey

Sebastianstraße / Günnewichstraße, 59889 Eslohe
Gebäude: Pfarrheim an der St.-Sebastian-Kirche

GPS-Koordinaten:
51.252738, 8.124445

Wann kommt ein Defibrillator zum Einsatz?

Ein AED kommt bei einer Person zum Einsatz, die nicht reagiert und nicht normal atmet. Auch eine sogenannte Schnappatmung gilt nicht als normale Atmung. In diesem Fall besteht der Verdacht auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Sofort den Notruf 112 wählen und mit der Wiederbelebung beginnen.

Der AED kann bestimmte lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen erkennen. Ob tatsächlich ein Stromstoß erforderlich ist, entscheidet ausschließlich das Gerät. Ist kein Schock angezeigt, gibt der AED auch keinen frei.

Man kann den Defibrillator daher nicht versehentlich „falsch auslösen“.

Im Notfall: Prüfen – Rufen – Drücken – AED einsetzen

1. Prüfen
Person laut ansprechen und Reaktion überprüfen. Atmet die Person nicht oder nicht normal, sofort handeln.

2. Notruf 112
Den Rettungsdienst alarmieren. Sind mehrere Personen anwesend, sollte eine Person den Notruf übernehmen und eine weitere den AED holen.

3. Sofort mit der Herzdruckmassage beginnen
Die Person auf den Rücken legen. Den Handballen auf die Mitte des Brustkorbs setzen, die zweite Hand darüberlegen und mit gestreckten Armen kräftig drücken.

Bei Erwachsenen wird eine Drucktiefe von etwa 5 bis 6 Zentimetern und eine Geschwindigkeit von 100 bis 120 Kompressionen pro Minute empfohlen.

Wer in der Beatmung geschult ist und sie durchführen kann, wechselt 30 Herzdruckmassagen mit zwei Beatmungen ab. Ist eine Beatmung nicht möglich, sollte die Herzdruckmassage ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.

4. AED einschalten
Sobald der Defibrillator da ist, Gerät einschalten und den Sprachansagen folgen. Wenn mehrere Helfer anwesend sind, sollte die Herzdruckmassage möglichst weitergeführt werden, während der AED vorbereitet wird.

5. Elektroden aufkleben
Den Oberkörper freimachen und die Elektroden entsprechend der Abbildungen auf den Klebepads beziehungsweise den Anweisungen des Gerätes auf der nackten Brust anbringen.

Die übliche Position ist eine Elektrode rechts oben am Brustkorb und die zweite seitlich links unterhalb der Achsel. Die genaue Position ist auf den Elektroden dargestellt.

6. Anweisungen des AED befolgen
Das Gerät analysiert nun selbstständig den Herzrhythmus.

Während der Analyse darf die betroffene Person nicht berührt werden.

Fordert das Gerät zu einem Stromstoß auf, darauf achten, dass niemand die Person berührt, und anschließend den Anweisungen des Gerätes folgen.

Danach sofort die Wiederbelebung fortsetzen. Der AED fordert automatisch zu weiteren Analysen auf.

Keine Angst vor dem Defibrillator

Ein AED ist ausdrücklich für die Anwendung durch Ersthelfer entwickelt worden. Das Gerät prüft den Herzrhythmus selbstständig und entscheidet, ob eine Defibrillation sinnvoll ist. Ein Stromstoß wird nur dann empfohlen beziehungsweise ermöglicht, wenn das Gerät einen entsprechenden Herzrhythmus erkennt.

Deshalb gilt im Ernstfall: Lieber handeln als zögern.

Die wichtigsten Maßnahmen bleiben:

112 wählen – Herzdruckmassage beginnen – AED holen und den Sprachansagen folgen.

Wichtige Hinweise bei der Anwendung

Der Brustkorb sollte für die Elektroden frei und möglichst trocken sein. Befindet sich die Person unmittelbar im Wasser, muss sie zunächst aus dem Wasser gebracht werden. Ist der Brustkorb stark nass, sollte er vor dem Aufkleben der Elektroden kurz abgetrocknet werden.

Starke Brustbehaarung muss nur dann entfernt werden, wenn die Elektroden dadurch nicht richtig auf der Haut haften. Eine möglicherweise erkennbare Erhebung eines implantierten Herzschrittmachers oder Defibrillators sollte nicht direkt mit einer Elektrode überklebt werden.

Während der Herzrhythmus-Analyse und während eines möglichen Stromstoßes darf niemand die betroffene Person berühren.

Vor allem aber gilt: Keine unnötige Zeit verlieren. Die Herzdruckmassage sollte nur so kurz wie unbedingt erforderlich unterbrochen werden.

Was macht ein AED eigentlich?

AED steht für Automatisierter Externer Defibrillator. Das Gerät analysiert die elektrische Aktivität des Herzens und kann bei bestimmten Herzrhythmusstörungen – insbesondere Kammerflimmern – einen kontrollierten Stromstoß ermöglichen.

Ein AED ist jedoch kein Gerät, das bei jedem Herzstillstand einfach „das Herz wieder startet“. Nicht jeder Herz-Kreislauf-Stillstand ist durch einen Stromstoß behandelbar. Genau deshalb analysiert das Gerät zunächst den Herzrhythmus und entscheidet selbstständig über das weitere Vorgehen.

Zwei Defibrillatoren für das Salweytal

Mit den Standorten in Nieder- und Obersalwey stehen im Salweytal zwei AED zur Verfügung. Es ist sinnvoll, sich die Standorte bereits heute einzuprägen – und nicht erst dann danach suchen zu müssen, wenn tatsächlich ein Notfall eintritt.

Genauso wichtig ist es, die eigenen Kenntnisse in Erster Hilfe regelmäßig aufzufrischen. Denn bis der Rettungsdienst eintrifft, können die ersten Minuten und das beherzte Handeln der Menschen vor Ort entscheidend sein.

Im Ernstfall gilt: Prüfen. 112 rufen. Drücken. AED einsetzen.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keinen Erste-Hilfe-Kurs. Im Notfall sind die Anweisungen der Leitstelle unter 112 sowie die Sprach- und Bedienhinweise des jeweiligen AED maßgeblich.

Quellen und weiterführende Informationen: Deutsches Rotes Kreuz (DRK), gesund.bund.de – Bundesministerium für Gesundheit, European Resuscitation Council (ERC), Leitlinien zur Wiederbelebung 2025.


Standort in Obersalwey

Siewers Fensterbau
Obersalwey 1
59889 Eslohe 

Standort in Niedersalwey

Siewers Fensterbau
Obersalwey 1
59889 Eslohe 

Feuerwache Eslohe - 112
Polizei Notruf - 110

Leitstelle Sauerland (HSK)
Braukweg 3
59889 Eslohe
Tel.: 112

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