„Der Schwarze Abt“ begeistert vor ausverkaufter Halle

Typisch Edgar Wallace – und typisch Laienspielschar des MGV „Eintracht“ Salwey
Ein geheimnisvoller Schatz, dunkle Familiengeheimnisse, ein unheimlicher Mönch mit rot leuchtenden Augen – und dazu jede Menge Witz, Spannung und überraschende Wendungen: Mit „Der Schwarze Abt“ hat die Laienspielschar des MGV „Eintracht“ Salwey einmal mehr bewiesen, wie unterhaltsam Volkstheater sein kann.
Bereits zur Premiere am Samstagnachmittag war die Salweyer Dorfhalle bis auf den letzten Platz gefüllt. Und spätestens als nach der letzten Szene auch die vermeintlich letzte Leiche wieder auferstanden war und Regisseur Joachim Schulte das gesamte Ensemble nacheinander auf die Bühne holte, gab es für die Darstellerinnen und Darsteller lang anhaltenden, tosenden Applaus.
Ein verdienter Lohn für viele Wochen intensiver Vorbereitung.
Geheimnisse, Mord und ein sagenumwobener Schatz
Zuvor mussten allerdings erst zahlreiche dunkle Geheimnisse gelüftet werden.
Im Mittelpunkt der Geschichte stand ein sagenumwobener Schatz, der irgendwo in den Ruinen einer alten Abtei in der englischen Provinz verborgen sein sollte. Rund um Schloss Fossaway entwickelte sich daraus ein ebenso spannendes wie humorvolles Verwirrspiel.
Eine adelige Familie, ein spielsüchtiger Anwalt, eine vorwitzige Büroangestellte, ein grübelnder Inspektor, ein cleveres Hausmädchen und natürlich der geheimnisvolle Schwarze Abt sorgten gemeinsam mit zahlreichen weiteren Figuren dafür, dass das Publikum immer wieder auf eine neue Fährte gelockt wurde.
Wer konnte wem trauen? Wer hatte es auf den Schatz abgesehen? Und wer verbarg sich tatsächlich unter der schwarzen Mönchskutte?
Bis zur Auflösung blieb genügend Raum für Verdächtigungen, überraschende Wendungen und den typisch britischen Krimihumor, den die Salweyer Laienspieler mit viel Charme auf die Bühne brachten.
Beeindruckendes Bühnenbild und starke Effekte
Besonders beeindruckend war einmal mehr der große Aufwand hinter den Kulissen.
Für die Inszenierung musste die Salweyer Bühne eigens erweitert werden. Mehrere Spielbereiche ermöglichten schnelle Wechsel zwischen den verschiedenen Schauplätzen und sorgten dafür, dass das Geschehen trotz der zahlreichen Szenen übersichtlich blieb.
Passende Licht- und Toneffekte machten die Atmosphäre perfekt. Dunkle Bühnenbereiche, geheimnisvolle Geräusche, Musik und nicht zuletzt der Schwarze Abt mit seinen rot leuchtenden Augen sorgten für genau die Mischung aus Spannung und Grusel, die man von einer Edgar-Wallace-Geschichte erwartet.
Viele liebevolle Details und kreative Ideen zeigten, wie viel Arbeit bereits lange vor dem ersten Vorhang in einer solchen Aufführung steckt.
Alte Hasen und Debütanten überzeugen gemeinsam
Auch schauspielerisch konnte die Laienspielschar überzeugen.
Erfahrene Darstellerinnen und Darsteller standen gemeinsam mit mehreren Debütanten auf der Bühne. Gerade diese Mischung machte den besonderen Reiz der Aufführung aus. Während die „alten Hasen“ ihre langjährige Bühnenerfahrung ausspielten, überzeugten auch die neuen Gesichter und fügten sich hervorragend in das Ensemble ein.
Damit zeigte sich erneut, dass die Salweyer Theatertradition auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt ist.
Auf der Bühne standen:
Linus Siewers, Sebastian Bierhoff, Henry Kayser, Walter Kaiser, Robin Nagel, Timo Hoffmann, Bastian Müller, Niklas Mette, Sabrina Vedder, Alina Siewers, Nina Hoffmann, Marie Becker, Laurine Henke, Rebecca Schmidt, Melanie Schneider, Anna Wagner, Kerstin Schellmann, Vivien Wenzel, Georg Müller, Johannes Hennecke und Stefan Hennecke.
Als Souffleusen unterstützten Dorothea Müller und Nicole Schubert das Ensemble.
Ein rundum gelungener Theaterabend
Am Ende passte einfach alles zusammen: ein spannender Klassiker, ein außergewöhnliches Bühnenbild, gruselige Licht- und Toneffekte, viel Humor und ein Ensemble, das mit großer Spielfreude überzeugte.
Die ausverkaufte Premiere und der begeisterte Applaus des Publikums waren dafür die schönste Bestätigung.
Ein rundum gelungener Theaterabend – spannend, humorvoll und eben typisch Salwey.
Vielen Dank an alle Darstellerinnen und Darsteller sowie an die zahlreichen Helferinnen und Helfer vor und hinter der Bühne für diese kurzweilige Aufführung.
Und eines stand nach diesem Abend ohnehin fest:
Die Vorfreude auf das Sebastianfest 2025 konnte beginnen.
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