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Windkraft bleibt das bestimmende Thema

CDU-Bürgergespräch in Niedersalwey: Windkraft, Infrastruktur und Zukunftsperspektiven im Fokus

24. August 2025

CDU-Bürgergespräch in Niedersalwey: Windkraft, Infrastruktur und Zukunftsperspektiven im Fokus

Auch in Niedersalwey gibt es Themen, die viele Bürgerinnen und Bürger beschäftigen. Besonders intensiv wurde beim CDU-Bürgergespräch über die geplanten Windkraftanlagen auf dem Homerthöhenzug diskutiert.

Viele Anwesende äußerten die Sorge, dass die Landschaft durch den Bau von bis zu 200 Meter hohen Windenergieanlagen dauerhaft verändert werden könnte. Auch das nächtliche Blinken der Anlagen sowie mögliche Auswirkungen auf das saubere Quell- und Trinkwasser wurden während der engagierten Diskussion am Sonntagmorgen in der Alten Schule angesprochen.

Knapp 20 Bürgerinnen und Bürger nahmen teil

Nach dem Hochamt hatten sich knapp 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger eingefunden, um mit dem CDU-Kommunalteam ins Gespräch zu kommen.

Angeführt wurde die Runde vom stellvertretenden Bürgermeister und Bürgermeisterkandidaten Peter Hönninger, der sich zunächst ausführlich vorstellte und über seinen persönlichen sowie beruflichen Werdegang berichtete.

Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten

Der 53-jährige Peter Hönninger stammt aus Eslohe, ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern.

Nach seiner Ausbildung bei der Firma Ketten-Wulf studierte er Agrarökonomie in Paderborn und Kiel. Anschließend war er fast drei Jahrzehnte in leitender Position bei der Brauerei Veltins tätig. Nun möchte er beruflich einen neuen Weg einschlagen und kandidiert für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Eslohe.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert sich Hönninger seit vielen Jahren ehrenamtlich in Sport-, Schützen- und Heimatvereinen. Auch an Projekten wie „Unser Dorf hat Zukunft“ war er beteiligt.

Politisch ist er seit 2013 aktiv. Zunächst arbeitete er als sachkundiger Bürger im Bauausschuss mit. Seit 2014 ist er Mitglied des Gemeinderates und war als Fraktionsgeschäftsführer tätig. Heute ist er Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, seit 2023 stellvertretender Bürgermeister und zudem Beisitzer im Kreisvorstand der CDU.

Hönninger betonte, dass seine Motivation vor allem aus der engen Verbundenheit mit seiner Heimatgemeinde entstanden sei. Er wolle seine beruflichen und politischen Erfahrungen nutzen, um die Lebensqualität zu sichern, die heimische Wirtschaft zu stärken und die Gemeinde Eslohe zukunftsfähig aufzustellen.

Wirtschaft, Ehrenamt und Infrastruktur

Als zentrale Schwerpunkte seiner Kandidatur nannte Peter Hönninger unter anderem die Förderung der örtlichen Wirtschaft sowie die Schaffung von Wohnraum für junge Familien.

Auch die Stärkung des Ehrenamtes und die Unterstützung der örtlichen Vereine seien für ihn von großer Bedeutung. Darüber hinaus wolle er sich für zukunftsorientierte Projekte in den Bereichen Infrastruktur und Digitalisierung einsetzen.

Eine solide Finanzpolitik bilde dabei die Grundlage, um auch künftig in Schulen, Kinderbetreuung und öffentliche Einrichtungen investieren zu können.

Als Beispiele nannte Hönninger den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen, notwendige Straßensanierungen und die Erweiterung digitaler Verwaltungsangebote.

Fragen aus der Bürgerschaft

In der anschließenden Gesprächsrunde wurden verschiedene Themen angesprochen, die die Menschen in Niedersalwey und der gesamten Gemeinde beschäftigen.

Kurgebiet Eslohe und Tourismus

Zum Thema Tourismus erläuterte Hönninger, dass die Gemeinde Eslohe Teil eines regionalen Tourismusnetzwerkes sei.

Angebote wie die SauerlandCard mit Vergünstigungen im öffentlichen Personennahverkehr kämen in erster Linie den Gästen und den beteiligten touristischen Betrieben zugute.

Entwicklung der Dörfer

Bei der zukünftigen Dorfentwicklung sollen Ideen nach Ansicht Hönningers möglichst direkt aus den jeweiligen Orten kommen.

Die Gemeinde könne solche Vorhaben begleiten und unterstützen, beispielsweise bei der Gestaltung von Dorfmittelpunkten oder anderen gemeinschaftlichen Projekten. Entscheidend sei jedoch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Glasfaserausbau

Auch der weitere Glasfaserausbau wurde thematisiert.

Haushalte, die derzeit über eine Internetgeschwindigkeit von weniger als 200 Mbit pro Sekunde verfügen und damit zu den sogenannten „grauen Flecken“ gehören, sollen nach den vorgestellten Planungen in den kommenden zwei bis drei Jahren erschlossen werden.

Dabei sei es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger ihr grundsätzliches Interesse an einem Glasfaseranschluss gegenüber den jeweiligen Anbietern, beispielsweise der Telekom, deutlich machen.

Windkraft bleibt das bestimmende Thema

Wie bereits beim Bürgergespräch in Obersalwey war auch in Niedersalwey die Windenergie das dominierende Thema.

Peter Hönninger erklärte, dass im Regionalplan bestimmte Flächen für die Nutzung der Windenergie vorgesehen seien. Über diese festgelegten Bereiche hinaus wolle die Gemeinde keine weiteren Flächen ausweisen beziehungsweise entsprechende Vorhaben unterstützen.

Aus der Bürgerschaft wurden insbesondere Sorgen über mögliche Anlagen im Umfeld des Homerthöhenzuges geäußert. Dabei wurde auch über Planungen der Brauerei Veltins für mehrere Windenergieanlagen in einem vergleichsweise engen räumlichen Bereich gesprochen.

Obwohl Grevenstein einige Kilometer entfernt liegt, könnten mögliche Windkraftanlagen nach Einschätzung der Anwesenden auch für Salwey deutlich sichtbar und spürbar sein.

Als weiterer Punkt wurde die Firma Ketten-Wulf genannt, die eine für den eigenen Energiebedarf vorgesehene Fläche erhalten habe.

Die Diskussion machte deutlich, wie emotional das Thema in der Bevölkerung betrachtet wird. Neben dem Landschaftsbild wurden insbesondere mögliche Auswirkungen auf Natur, Tiere, Quellgebiete und die Lebensqualität angesprochen.

Durchgangsverkehr und fehlgeleitete Lastwagen

Ein weiteres Problem betrifft den Durchgangsverkehr durch Niedersalwey.

Immer wieder würden Lastwagen durch Navigationssysteme fälschlicherweise durch das Salweytal geleitet. Dies führe zu gefährlichen Situationen und sei insbesondere mit Blick auf die Sicherheit der Schulkinder problematisch.

Peter Hönninger kündigte an, das Thema in enger Abstimmung mit der Polizei und den zuständigen Straßenverkehrsbehörden prüfen zu lassen. Gemeinsam solle nach Möglichkeiten gesucht werden, den fehlgeleiteten Schwerlastverkehr künftig zu reduzieren.

Übergangslösung an der Bushaltestelle

Auch die laufenden Bauarbeiten an der Bushaltestelle in Niedersalwey sorgten für Gesprächsstoff.

Zum Beginn des neuen Schuljahres soll die Fläche an der ehemaligen Volksbank vorübergehend als Ein- und Ausstiegsstelle für die Schulbusse genutzt werden.

Daher werden alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer eindringlich darum gebeten, diese Fläche derzeit nicht als Parkplatz zu nutzen und für die Busse freizuhalten.

Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen die Busse direkt auf der Fahrbahn halten. Eine separate Busbucht ist nicht mehr vorgesehen. Stattdessen wird der Ein- und Ausstiegsbereich in Richtung des Radweges erweitert und barrierefrei gestaltet.

Entscheidungen gemeinsam mit den Bürgern treffen

Zum Abschluss betonte Peter Hönninger, dass ihm Transparenz, Bürgernähe und ein regelmäßiger Austausch mit den Menschen in den einzelnen Orten besonders wichtig seien.

Entscheidungen sollten nach seiner Vorstellung nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg getroffen werden. Vielmehr müssten Anregungen, Sorgen und Ideen aus den Dörfern aufgenommen und in die politischen Beratungen einbezogen werden.

Nur durch einen offenen Dialog könne die Gemeinde Eslohe verantwortungsvoll, nachhaltig und gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickelt werden.

Kontakt Information

Heimat u. Förderverein Salwey e.V.
Holzstr. 25
59889 Eslohe-Niedersalwy
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