Hannah und Sophia engagieren sich für Kinder in Tansania

Hannah und Sophia engagieren sich für Kinder in Tansania
Mehr als 10.000 Kilometer von Salwey entfernt engagieren sich Hannah und Sophia Kayser derzeit für Kinder und Familien in Tansania. Seit dem 3. Oktober unterstützen die beiden jungen Frauen in Arusha die Hilfsorganisation „Step Afrika – Exchange for Change Ltd.“ und sammeln dabei viele besondere Erfahrungen, die weit über einen gewöhnlichen Auslandsaufenthalt hinausgehen.
Bevor für beide das Berufsleben beginnt, wollten Hannah und Sophia noch einmal etwas von der Welt sehen. Dabei war ihnen wichtig, nicht nur als Touristinnen unterwegs zu sein, sondern das Leben in einem anderen Land möglichst unmittelbar kennenzulernen und sich gleichzeitig für einen guten Zweck einzusetzen.
Über soziale Medien wurden sie auf eine junge Frau aufmerksam, die bereits positive Erfahrungen mit der Hilfsorganisation gesammelt hatte. Nach einem persönlichen Austausch stand für die beiden Salweyerinnen fest: Sie möchten sich ebenfalls bei Step Afrika bewerben.
Einsatz in einer Kindertagesstätte
Step Afrika arbeitet in Arusha mit verschiedenen sozialen Projekten zusammen. Dazu gehören unter anderem Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Tierschutzprojekte sowie Bildungs- und Bauprojekte.
Hannah und Sophia entschieden sich für die Mitarbeit in einer Kindertagesstätte. Die dort betreuten Kinder sind zwischen sieben Monaten und drei Jahren alt.
Der Alltag der beiden ist abwechslungsreich und verantwortungsvoll. Sie spielen mit den Kindern, helfen beim Kochen und Waschen, unterstützen beim Zähneputzen, füttern die Kleinsten und geben ihnen die Flasche. Darüber hinaus dürfen sie sich an der Gestaltung der Räumlichkeiten beteiligen und eigene Ideen in den Tagesablauf einbringen.
Da das Projekt erst seit wenigen Monaten besteht, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders offen für Anregungen. Der Grundgedanke ist dabei nicht allein die Hilfe von außen, sondern das gegenseitige Lernen voneinander.
Sachspenden aus der Heimat kommen an
Bereits vor ihrer Abreise hatten Hannah und Sophia um Sachspenden gebeten. Zahlreiche Menschen stellten Kleidung, Spielsachen und weitere dringend benötigte Dinge zur Verfügung.
Die mitgebrachten Spenden konnten direkt in der Kindertagesstätte eingesetzt werden. Ein Teil der Kleidung wurde den Eltern für ihre Kinder mit nach Hause gegeben. Weitere Kleidungsstücke bleiben als Wechselkleidung in der Einrichtung.
Besonders groß war die Freude über die Spielsachen, mit denen die Kinder nun täglich spielen können.
Hannah und Sophia bedanken sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Heimat:
„Ihr habt dazu beigetragen, dass die Daycare etwas bunter geworden ist und die Kinder täglich saubere Kleidung zur Verfügung haben.“
Das Projekt ist auf Spenden angewiesen
Die Kindertagesstätte wird vollständig durch Spendengelder finanziert. Die Kinder erhalten dort drei kostenlose Mahlzeiten am Tag. Außerdem werden sauberes Trinkwasser, Kleidung, Windeln und weitere Dinge des täglichen Bedarfs zur Verfügung gestellt.
Trotz des großen Engagements gibt es weiterhin einige Baustellen. Benötigt werden unter anderem ein neuer Fußboden, weitere Einrichtungsgegenstände für den Raum der älteren Kinder, eine zusätzliche Schaukel und ein Wasserfilter.
Auch kleine Beträge können vor Ort bereits viel bewirken:
Mit 5 Euro können rund 50 Bananen gekauft werden.
10 Euro reichen für Milchpulver für eine Woche.
Für 20 Euro können Windeln für einen Monat finanziert werden.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine Patenschaft für ein Kind zu übernehmen und es während seiner Zeit in der Kindertagesstätte und später in der Schule finanziell zu unterstützen.
Spendenaktion übertrifft alle Erwartungen
Mit einem solchen Erfolg hatten Hannah und Sophia wohl selbst nicht gerechnet. Ursprünglich war ein Spendenziel von 2.000 Euro vorgesehen. Dieser Betrag wurde jedoch bereits nach wenigen Stunden überschritten.
Bis zum 30. Oktober kamen beeindruckende 3.351,68 Euro zusammen.
Die ersten Spendengelder wurden direkt und sinnvoll eingesetzt. Für 135 Euro kauften die beiden Lebensmittel und Babytücher, sodass mehrere Mütter und ihre kleinen Kinder für einige Wochen versorgt werden können.
Weitere 173 Euro wurden in einen Wasserfilter investiert. Dadurch haben die Kinder nun ganztägig Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Hannah und Sophia bedanken sich herzlich bei allen, die ihre Aktion unterstützt, weitergeleitet oder mit einer Spende möglich gemacht haben.
Leben mit vielen neuen Eindrücken
Untergebracht sind die beiden gemeinsam mit rund 40 weiteren Freiwilligen in einem Hostel. Die ersten Tage waren von zahlreichen neuen Eindrücken geprägt. Das Zusammenleben mit vielen jungen Menschen, gemeinsame Badezimmer und der lebhafte Alltag in Arusha waren zunächst gewöhnungsbedürftig.
Die Eingewöhnung fiel jedoch leichter als erwartet. Die anderen Freiwilligen sowie die Menschen vor Ort begegneten ihnen offen und herzlich, sodass sich Hannah und Sophia schon nach kurzer Zeit wohlfühlten.
Die Organisation unterstützt Neuankömmlinge unter anderem bei der Orientierung in der Stadt, beim Geldabheben, beim Einrichten des Mobiltelefons und bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.
Besonders beeindruckt zeigen sich die beiden von der Gastfreundschaft der Menschen in Tansania. Trotz der vielen neuen Eindrücke fühlen sie sich in Arusha sicher und gut aufgehoben.
Auch Freizeit und Abenteuer gehören dazu
Da in den Projekten im Schichtsystem gearbeitet wird, bleibt genügend Zeit, um Arusha und die Umgebung kennenzulernen.
Hannah und Sophia besuchten bereits einen Wasserfall, erkundeten gemeinsam mit einem Einheimischen die Stadt und lernten dabei auch Märkte und Plätze kennen, die von Touristen nur selten besucht werden.
Für die weitere Zeit standen unter anderem eine Safari und eine Wanderung am Kilimandscharo auf dem Programm. Nach dem Ende ihres freiwilligen Einsatzes am 30. Oktober wollten die beiden noch drei weitere Wochen in Tansania verbringen und das Land erkunden.
Hilfe, die unmittelbar ankommt
Das Engagement von Hannah und Sophia zeigt eindrucksvoll, wie viel mit Eigeninitiative, Mut und der Unterstützung vieler Menschen erreicht werden kann.
Aus einer persönlichen Reiseidee wurde ein Hilfsprojekt, das Kindern und Familien in Arusha ganz konkret zugutekommt. Kleidung, Spielsachen, Lebensmittel, Windeln und sauberes Trinkwasser sind Dinge, die für uns häufig selbstverständlich erscheinen, dort jedoch einen großen Unterschied machen.
Salwey-Aktiv.de bedankt sich bei Hannah und Sophia für die Einblicke in ihre Arbeit und wünscht den beiden weiterhin viele wertvolle Erfahrungen, schöne Begegnungen und eine gesunde Rückkehr nach Salwey.
Asante Sana – vielen Dank!
Kontakt Information
-
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Der OpenStreetMap-Dienst ist erforderlich, um diese Karte zu laden.








