Was war das wieder für ein Schützenfest!
Salwey hat einmal mehr gezeigt, was es heißt, gemeinsam zu feiern, zu erinnern und zusammenzuhalten.
Der Samstag begann mit einem großartigen Bild: Das Kaiserpaar Bernd und Betina zog feierlich in der Kutsche durch das wunderschöne Salweytal – entstanden aus einer Flachserei, wie mir unser Kaiser bei einem Bierchen erzählte. Aber der „Kappes“, wie Bernd es so schön sagte, hat Wort gehalten – und es war eine Bereicherung für den Festzug am Samstag . Besonders bewegend war die Ehrung unseres erkrankten Anton Kaiser, König der Bruderschaft im Jahr 1986/1987.
Für unglaubliche 65 Jahre Treue zur Bruderschaft wurde ihm mit großer Dankbarkeit und spürbarer Rührung Respekt gezollt – ein toller Moment für Familie und Schützenbrüder, die das am Samstag miterleben durften.
Der anschließende Festbeginn in einer gut gefüllten Schützenhalle versprach einen unvergesslichen Auftakt. Am Abend sorgten dann angenehme Temperaturen nach einer schwülen Woche dafür, dass sich das Festgeschehen auch draußen entfalten konnte – eine wunderbare Atmosphäre, in der Alt und Jung zusammenkamen, aber die, die draußen standen fehlten für eine noch bessere Stimmung in der Halle sei‘s drum!
Der Sonntag begann mit einem sehr gut besuchten Schützenhochamt. Es war zugleich die letzte Messe unserer langjährigen und geschätzten Schützen-Messdiener – ein Moment des Dankes, besonders an Josef Hecking, der unglaubliche 53 Jahre im Dienst war und laut eigener Aussage nur ein einziges Mal fehlte. Eine Leistung, die höchsten Respekt verdient.
Auch allen anderen, die in diesem Jahr ihren letzten Dienst taten: Danke für euren Einsatz, eure Treue und eure stille Stärke im Hintergrund. An dieser Stelle auch ein Dank an die in diesem Jahr scheidenden Messdiener: Albin Hennecke, Hans-Georg Henke und Vedder’s Hubert – auch euch vielen Dank für die langen Jahre!
Am Sonntagnachmittag zeigte sich das Wetter dann von seiner rauen Seite. Während der Morgen noch freundlich und teils sonnig war, öffnete der Himmel zum Festzug seine Schleusen – es regnete in Strömen. Aber: Alle Bilder des Hofstaats waren bis dahin im Kasten – Gott sei Dank!
Und eines darf hier nicht vergessen werden: Der Anblick der vielen tapferen Schützenbrüder, durchnässt bis auf die Haut, aber mit erhobenem Haupt und Blumen im Lauf der Gewehre, als sie plötzlich am Ende der Quirinusstraße ankamen – das war Gänsehaut pur!
Dieser Moment hat eindrucksvoll gezeigt, was unseren Zusammenhalt ausmacht – auch (oder gerade) in einer Zeit, in der nicht immer alle Meinungen gleich sind.
Während in der Tillmann-Küche noch die Band 5vor12 tobte, zogen bereits die Schützen vor, und der Regen hatte an Fahrt aufgenommen.
Matthias und Daniela nahmen das Wetter gelassen und betonten immer wieder: „Wir können es nicht ändern – machen wir das Beste draus.“ Und das taten sie auch! „Ich will Spaß, ich geb Gas“ dröhnte es am Abend aus den Lautsprechern der Schützenhalle, während die beiden mit dem Rasenmähertrecker durch die Halle düsten – und auf der Bühne lagen die Schuhe zum Trocknen unter den Tischen. Partystimmung pur!
Die neuen Salwey-Aktiv-Aufkleber wurden mit Freude angenommen und sorgten schon beim Fahnaufhängen für gute Stimmung – samt Gewinnspiel und viel Vorfreude. Kein wildes Kleben in der Halle, stattdessen: lächelnde Gesichter und fast jeder mit einem Sticker auf der Brust.
Ob wirklich schneller getrunken wurde, weil die anderen Leute schon guckten? Es bleibt wohl ein Geheimnis – geschmeckt hat’s auf jeden Fall! Und es gab viel Lob für die Organisation, auch von auswärtigen Vereinen, die diesen Spaß mitmachten.
Auch die Vogelstange brachte ihre Geschichten mit sich: standhafte Vögel, mitreißender Kampfgeist – und am Ende jubelten die Obersalweyer.
Zwei der drei neuen Majestäten – Glückwunsch an Thomas und Manuela sowie an Manfred und Manuela (nein, die teilen sich nicht eine Königin!) – kommen aus Obersalwey. Und auch der strahlende Jungschützenkönig stammt aus Niedersalwey – aber mit Obersalweyer Blut in den Adern.
21 Jahre hat es gedauert, ehe das Monopol „Niedersalwey“ gebrochen wurde. Dirk und Lydia Schulte hatten den Vogel zuletzt nach Obersalwey geschossen.
Und das Schießen des Jungschützenkönigs war wieder einmal sehr spannend. Noch heute dröhnt mir der Name „Mörtel“ in den Ohren – den ich wirklich zum ersten Mal in diesem Zusammenhang gehört hatte. Am Ende holte sich Linus den Titel, nachdem er im Vorjahr den vorletzten Schuss abgab und David Beulke sich den Titel sicherte. Linus und Carlotta- auch euch beiden "Herzlichen Glückwunsch".
Die emotionale Proklamation, bei der die Ketten und Krönchen von Alt nach Neu wechselten, rührte viele zu Tränen. Bene Wiethoff, der im letzten Jahr noch mit dem Jubelsprung das gelungene Fest feierte, zog in diesem Jahr lieber seinem Hut, aus Angst um seine Sprunggelenke?? Hoffen wir wenigstens, dass ihm das Christkind, so wie er es gleich zweimal sagte, zu Weihnachten endlich eine Brille schenkt. Jaja, Bene- alt werden birgt so sein Tücken :)
Wir sagen: Danke, Salwey! Danke St. Sebastian Schützenbruderschaft für ein tolles Fest!
Danke an alle Helferinnen und Helfer an allen Tagen (inkl. Frühstück am Montag) , an alle Gäste, Thekencrew, Musiker der Lyra und Tambourkorps Serkenrode, allen Salweyer Schützenbrüdern und Unterstützer der Gewinnspiels – ohne euch wäre dieses Fest nicht das, was es war: ein Fest der Herzen.
Wir freuen uns schon jetzt auf das Schützenfest 2026 – und natürlich auf euch, Thomas, Manni und Linus nebst Königinnen
P.S.: Über 300 Bilder vom Montag sind bereits online – reinschauen lohnt sich! Jetzt hier klicken
Das Video "Blau-Weiße Fahnen" wurde auf diesem Server und zusammen mit YouTube weit über 2000x aufgerufen. Toll :) Und auch hier wurden mir die tollsten Geschichten in Zusammenhang mit diesem Lied erzählt ;)